Ein garantiertes Zukunftsrezept für erfolgreiche Unternehmen? Jungen, qualifizierten Frauen zuhören!

Lena Marie Glaser (c) Pflaum

Lena Marie Glaser erlebt den aktuellen Wandel in unserer Arbeitswelt als Chance, um die Frage aufzuwerfen, wie wir eigentlich arbeiten wollen. UN GLOBAL COMPACT Deutschland, 2018 Zum Expert Paper

Von Lena Marie Glaser

Artikel wurde aktualisiert für den Weltfrauentag 2020.

Viel wird über die Auswirkungen der Digitalisierung auf unseren Arbeitsmarkt berichtet und auf Veranstaltungen diskutiert. Wir lesen, die Generation Y (Millennials) und Z wollen anders arbeiten. Und es stimmt.

Aufgewachsen in einem F.O.M.O. (Fear Of Missing Out) Umfeld, sind wir überwältigt von unseren Möglichkeiten. Wir überlegen und entscheiden nun ganz genau, für wen wir arbeiten wollen. In letzter Konsequenz machen wir uns selbstständig.

Das ganze Berufsleben für ein böses Unternehmen schuften? Nein danke! Lieber wählen wir unsere Arbeitgeber danach aus, welche Rahmenbedingungen und Purpose sie uns bieten.

Besonders reflektierte, junge Frauen wie ich formulieren ihre Anforderungen an Arbeitgeber sehr konkret. Wir fordern Respekt ein, faire Bezahlung und Mitbestimmung. Wir befinden uns im Jahr 2020. Eigentlich unglaublich, dass wir noch immer benachteiligt sind, in dieser Arbeitswelt von heute. Unzählige persönliche Geschichten bestätigen das.

Mit Basically Innovative gebe ich diesen engagierten Stimmen seit 2017 eine Plattform. Als ausgebildete Juristin artikuliere ich Ungerechtigkeiten und Fehlentwicklungen, zeige zukunftsorientierte Lösungen auf. Ich setze mich für eine wertschätzende Arbeitskultur ein, die nicht krank macht. Mehr dazu

Für meine Basically Innovative Learning Journey 2019 habe ich genau analysiert und diskutiert, wie sich die Arbeitswelt in Österreich ändern soll und wie das gehen könnte. Ich besuchte Veranstaltungen, aber auch Unternehmen und unterwegs sprach ich mit ganz unterschiedlichen Menschen aller Altersgruppen.

Mit mutigen Aussteigerinnen und etablierten Personalentwicklern. Mit engagierten Nachwuchsführungskräften, einfachen Angestellten aber auch mit Arbeitssoziologinnen und Sozioökonomen, PolitikerInnen, Studierenden, LehrerInnen und UnternehmensberaterInnen, ArchitektInnen und Künstlerinnen.

Egal wen ich getroffen habe, auf welcher Konferenz oder in welchem Unternehmen ich war – das Thema Arbeit lässt niemanden kalt. Der eigene Job hat für die meisten eine sehr große Bedeutung, viele hat er krank gemacht.

Früher machte Arbeit körperlich krank, heute psychisch. Seit 2004 haben die Krankheitstage aufgrund psychischer Erkrankungen um nahezu 71,9 % zugenommen, so die Soziologin Prof. Dr. Heike Ohlbrecht bei der Demografietagung in Wien.

Es muss sich daher etwas ändern. Das ist der Grundtenor meiner Forschungsreise. Organisationen müssen sich um das Wohl ihrer MitarbeiterInnen kümmern. Rechtliche Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden, die unseren heutigen Anforderungen entsprechen – im Interesse der arbeitenden Menschen.

Doch wie genau? Ganz konkret wünschten sich viele meiner GesprächspartnerInnen eine offene, wertschätzende Gesprächskultur mit der Führungskraft, mehr Autonomie und weniger Kontrolle, Arbeitszeitmodelle, die wir selbst mitbestimmen können und Unterstützung bei der persönlichen Weiterentwicklung.

Wir brauchen Rahmenbedingungen, die uns nicht hindern, sondern fördern.

Besonders qualifizierte Nachwuchskräfte wählen hier genau aus. Bietet mir der potentielle Arbeitgeber meine gewünschten Rahmenbedingungen? Wir fragen bereits im Jobinterview nach Home-Office, Bildungskarenz, Teilzeit oder Fortbildungsmöglichkeiten und achten auf die Atmosphäre im Büro.

Mein ORF 1 Live Studiointerview

Überraschend viel wurde auch beim Industriefestival in der Linzer Tabakfabrik von einer neuen Unternehmenskultur gesprochen, die Menschen im digitalen Wandel mitnimmt. Ich tauchte in die sehr traditionell, männlich geprägte Welt einer technischen Branche ein.

Hier fehlten leider die reflektierten, jungen Expertinnen, die Impulse geben. Schade für die Branche, denn wir wollen eine Unternehmenskultur für alle und wissen wie das geht.

Im Gespräch mit Christian Kabusch, HR Business Partner / Head of Digitalization and Transformation bei Siemens Österreich waren wir uns beide einig. Es braucht mehr Vielfalt und Diversität in Industrieunternehmen.

Siemens ist es wichtig, sich als guter Arbeitgeber für junge Menschen zu positionieren. Neue spannende Konzepte werden entwickelt. Doch werden sie auch die Perspektive qualifizierter, junger Frauen berücksichtigen?

Eine absolute Notwendigkeit für Unternehmen, wie die Studie Deloitte Millennials Survey 2019 für Österreich eindeutig aufzeigt. Unternehmen müssen Diversität ernst nehmen, um für Nachwuchskräfte interessant zu bleiben. Dieser weltweiten Befragung von rund 16.000 Millenials zufolge,

… müssen Unternehmen daher eine Unternehmenskultur entwickeln, die Diversität und Inklusion ermöglicht.

Mehr und mehr qualifizierte Nachwuchskräfte arbeiten daher lieber im Social Business, als im gewinnorientierten Corporate. Bei den Wiener Impact Days 2019, sprach ich mit einigen von ihnen. Diese Veranstaltung ist eine Plattform für Unternehmen, Startups und Investoren, die soziale Innovation bei ihren Geschäftsmodellen in den Vordergrund stellen.

Marie, Anfang 20 und Studentin der Sozial- und Kulturanthropologie: Junge Frauen denken anders. Daher sollten Unternehmen uns zuhören, um in Zukunft als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben.

Davon könnte auch die exklusive Welt des Darwin’s Circle, der Digitalisierungskonferenz in Wien, lernen. Als aufmerksame Beobachterin auf Einladung der Wirtschaftsagentur Wien besuchte ich die hochkarätigen Vorträge mit Impulsgebern vom Wikipedia Gründer bis zum deutschen Minister aD. im Wiener Palais.

Doch auch hier fehlten wir wieder. Als Impulsgeber waren fast ausschließlich ältere und jüngere Männer geladen. Junge Frauen sind hier Zuhörerinnen oder Hostessen.

Mit einer dieser engagierten Studienabsolventinnen, die hier ohne Bezahlung das Event hosteten, sprach ich darüber: Ich arbeite auch ehrenamtlich mit Kindern, sagte die Anfang 20jährige sinngemäß, doch das ist für mich etwas ganz Anderes. Hier geht es darum, mögliche Kontakte für spannende Jobs zu bekommen.

Dass ihre kluge Stimme gehört wird, darum geht es bei diesem Event nicht. Die gleichaltrigen, eher farblosen Männer hingegen laufen an diesem Tag in ihren Anzügen herum, bieten den hochkarätigen Gästen auf Augenhöhe ihre Visitenkarten an.

Die deutsche Zeit Online schreibt dazu: Es geht Männern weniger darum, jungen Frauen eine Chance zu geben, sondern vielmehr um den eigenen Machterhalt. An dieser Stelle hat sich die Unternehmenskultur trotz Quotengesetz nicht ernsthaft gewandelt. Zum Artikel

Doch es gibt viele hoch qualifizierte Frauen so zwischen Mitte 20 – 40, die diese enge, verstaubte Arbeitswelt aufbrechen wollen. Beim Business Riot diskutierten wir die Möglichkeiten von New Work für ein besseres Arbeiten und erarbeiteten konkrete Umsetzungsstrategien.

Auch beim Kick-off des jungen Frauen Mentoringprogrammes WoMentor im Wiener DasPackhaus tauschten wir uns darüber aus und entwickelten zukunftsorientierte Lösungsansätze. Ich selbst bin Mentorin in diesem Programm und begleite eine aufstrebende, junge Frau auf ihrem Karriereweg in die Zukunft. Über Mentoring

Immer mehr tolle Frauen schließen sich zusammen. Sie wollen gemeinsam die Arbeitswelt für alle verbessern. Auch ich bin Teil so eines Kollektives erfahrener, reflektierter junger Frauen. Wir wollen Menschen und Organisationen ganzheitlich und nachhaltig dabei unterstützen, bessere Arbeitgeber zu werden. Daher…

Liebe Veranstalter und Unternehmer holt euch die Expertise und den Weitblick reflektierter, qualifizierter junger Frauen! Denn sie sind es, die euch erfolgreich machen. Ich unterstütze euch dabei, diese richtig anzusprechen und für euch zu gewinnen.

Bekommen wir dann die richtigen Rahmenbedingungen, top-down Unterstützung und Handlungsfreiräume, habt ihr das Erfolgsrezept für eure Zukunft gefunden. Denn so verbessert sich garantiert die Unternehmenskultur und Produktivität sowie Innovationskraft steigen. Mehr dazu

Und jetzt? Die umfassenden Erkenntnisse meiner intensiven Learning Journeys teile ich mit euch seit 2017 über meinen Blog, in Medienauftritten und meinen Vorträgen. Daher seid ihr nun gefragt!

Schreibt mir, wie wir gemeinsam etwas verändern können. Ich unterstütze ausgewählte Unternehmen mit meiner Expertise. Demnächst mit der 1. „Future of Work in Practice“ Learning Journey für Unternehmen. Mehr dazu

Für Anfragen zu meinem Angebot und Terminvereinbarungen schreibt mir ein Email!

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