Warum geht das nicht anders? Millennials fordern eine flexiblere Arbeitswelt

Lena Marie Glaser, (c) Barbara Kraml

Für viele ist es einfach Realität, aber immer mehr wollen sich damit nicht abfinden: Lange Arbeitstage gefesselt an den Arbeitsplatz, ohne Freiräume und Mitgestaltung. Besonders meine Generation, die Millennials, fordern Arbeitsbedingungen, die zu ihren Bedürfnissen passen. Doch wie kann das aussehen?

Von Lena Marie Glaser

Immer mehr Menschen, inbesondere aber Millennials, fordern flexiblere Arbeitsbedingungen. Sie wollen ihren Alltag selbstbestimmt gestalten können. Sie wollen gehört werden. Sie wollen sich nicht ausbeuten lassen.

Manche wünschen sich eine 4 Tage-Woche. Oder wollen ohne schlechtes Gewissen schon mal um 15.00 nach Hause gehen, wenn die Arbeit erledigt ist.

Andere möchten ihre eigenen Projekte in der Arbeitszeit vorantreiben. Sie sehnen sich nach einer Auszeit, um zu studieren, ihren persönlichen Interessen nachzugehen oder eine Radtour mit Freundinnen zu machen.

Für Arbeitgeber ist das oft eine Herausforderung. Sie wissen noch nicht, wie sie damit umgehen sollen. Führungskräfte und Mitarbeiterinnen erzählen mir das.

Es gibt Unternehmer, die wollen auf diese Bedürfnisse eingehen, aber die Rahmenbedingungen ermöglichen es oft nicht. So ist es in vielen Service-Branchen einfach üblich, auf Abruf verfügbar zu sein: Der Kunde ist König.

Für viele gehört es auch zum Selbstverständnis, lange, hart und viel zu arbeiten. ‚Work hard, play hard‘. Sie holen sich so Anerkennung und sind überzeugt, nur so die beste Arbeit erbringen zu können.

Doch egal wo ich unterwegs bin, auf New Work Konferenzen für Führungskräfte, Business Festivals für Frauen meiner Generation oder im privaten Umfeld, es ist ganz stark spürbar:

Es besteht eine Sehnsucht nach einer Arbeitswelt in der unsere individuellen Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen.

Diese können völlig unterschiedlich sein. Dennoch geht es darum, sie zu berücksichtigen. Jede sich selbst gegenüber mit mehr Achtsamkeit, aber vor allem als Verantwortung der Unternehmer und der Politiker.

Es ist es natürlich eine große Herausforderung, all diese Bedürfnisse unter einen Hut zu bekommen. Viele Interessen prallen da aufeinander. Aber es ist auch möglich.

Beispiele wie Premium Cola, BUURTZORG oder Patagonia zeigen es. Die Corporate Rebels und Nicole Thurn von New Work Stories besuchen diese Vorbild-Unternehmen und berichten darüber. Tandemploy lebt es vor und hilft dabei Jobsplitting und Co technisch umzusetzen.

Denn schließlich ist es im Interesse von allen, wenn die Arbeit uns nicht krank macht. Arbeitgeber und Staat können Kosten senken, die Produktivität erhöhen. Und jede einzelne von uns kann ein gutes Leben führen, das zu den eigenen Bedürfnissen passt.

Wie seht ihr das? Schreibt mir: Lena@basicallyinnovative.com

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