Die neue Arbeitswelt: Achtsam leben, um etwas zu bewegen.

Lena Glaser (c) Pflaum

Ein Artikel über die Notwendigkeit bewusst zu leben, um etwas zu bewegen. Ein Rezept für mehr Achtsamkeit. Mit persönlichen Tips und Erfahrungen.

Von Lena Glaser

Als ich mich Anfang 2019 dazu entschied mich selbstständig zu machen, begann mein Leben in der Hochschaubahn. Manchmal geht es sehr hoch hinaus. Momente wie der ORF 1 Livestudio Auftritt als Expertin für Millennials und die neue Arbeitswelt gehören da definitiv dazu.

Doch dann gibt es Enttäuschungen, Selbstzweifel und Stress. Zum Glück habe ich bereits vor einigen Jahren begonnen, bewusster zu leben. Meine Bedürfnisse anzuerkennen, Pausen zu machen, mich mit Dingen zu umgeben, die mir gut tun. Achtsam zu sein.

Das brauche ich, um weiter machen zu können. Ich möchte etwas bewegen in dieser Welt und dazu brauche ich Kraft, Ruhe und Gelassenheit. Und die muss ich mir immer wieder erkämpfen.

Ich habe einige Tools ausprobiert. Das ist eine Auswahl meiner Liebsten und Besten.

Yin Yoga

Beim Besuch der ersten Yin Yoga Stunde war mir sofort klar: Hier ist etwas anders als bei anderen Yogaklassen. Ausgestattet mit Gegenständen, Matten, Decken, Rollen und Klötzen, streben wir tiefe Entspannung an. Kein schneller Sonnengruß, kein Flow, sondern längeres Verweilen, an die 3-5 Minuten, in dehnenden Positionen. Und so wird sogar diese sanfte Yogaform richtig anstrengend.

Beim Yin Yoga sollen bestimmte Meridiane aktiviert und die Faszien stimuliert werden. Das löst verklebtes Bindegewebe und entspannt Körper als auch Geist. Vor allem wird die Konzentration auf das Hier und Jetzt trainiert – das führt zu nachhaltigen Ergebnissen und Gelassenheit.

Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR)

MBSR lernte ich in einer Coachingstunde kennen. Besonders wirkungsvoll ist der Bodyscan: Gefühle wie Wut und Frustration werden zunächst an konkreten Körperstellen festgemacht und dann in einigen Schritten mental gelöst.

Hinter MBSR steckt die englische Abkürzung für Mindfulness-Based Stress Reduction, also der Stressbewältigung durch Achtsamkeit. MBSR wurde an der Universitätsklinik von Worcester/Massachusetts (USA) entwickelt.

Üblicherweise wird es in Gruppen innerhalb eines achtwöchigen Programmes vermittelt. Mehr dazu

Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg

Zu Beginn des Einführungsseminars von Kersten Kloser-Pitcher hatte ich keine Ahnung, dass ich danach viele Dinge so anders sehen würde. Nun kenne ich den Unterschied zwischen Gefühlen und Bedürfnissen. Ich weiß, dass bestimmte Bedürfnisse nicht nur durch eine einzige Sache erfüllt werden können.

Kersten Kloser-Pitcher Portrait
(c) Kersten Kloser-Pitcher

Ich kann Hintergründe von schwierigen Beziehungen, Gesprächen und Situationen anhand konkreter Fragen analysieren und somit durch bewusste Kommunikation besser meistern. Aber besonders schön war es neue Begriffe kennenzulernen, die meine eigenen Bedürfnisse ausdrücken.

Die Gewaltfreie Kommunikation ist ein Kommunikations- und Konfliktlösungsprozess. In Seminaren lernt jede Teilnehmerin, jeder Teilnehmer in praktischen Übungen Empathie zu sich und anderen Menschen zu entwickeln, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse zu erkennen, auszudrücken und dabei andere nicht anzugreifen. Auch bei der GfK ist die Konzentration auf das Hier und Jetzt zentral.

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Autogenes Training

Meine Beine werden schwer. Ich bin ganz ruhig. In 15 Minuten bin ich frisch und munter. Meine Armen werden schwer. Ich bin ganz ruhig. In 15 Minuten bin ich frisch und munter….

Durch das Wiederholen von kurzen, prägnanten Sätzen, die je nach gewünschtem Zustand angepasst werden können, schaffe ich es meine Batterien aufzuladen.

Autogenes Training ist eine klassische, effektive Entspannungsmethode. Die Übungen können in Kursen erlernt werden und dauern rund 2-3 Minuten.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

Wie seht ihr das? Schreibt mir: Lena@basicallyinnovative.com

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