Lernen von den Älteren – So schützen wir ihren Erfahrungsschatz

Autorin: Lena Marie Glaser

Allerheiligen 2017. Die beliebte österreichische Schauspielerin Ursula Strauss (Schnell ermittelt, Revanche) beklagt in der Ö1 Sendung ‚Gedanken – Über die Flüchtigkeit des Augenblickes’, dass der Reichtum an Erfahrung im Älterwerden heute weniger wert ist als der Schmerz des Verlusts der Jugend. Die Schnelllebigkeit und die rasanten technologischen Entwicklungen ermöglichen es kaum mehr reifer zu werden und Erfahrungen auszutauschen, so Strauss. Die Schauspielerin zeigt sich überzeugt, dass Herzenswissen, Reife und tiefes Verständnis des Lebens wichtig ist, aber heute einfach nicht sein darf.

Klaudia Bachinger GrowWisr Erfahrungsschatz
Klaudia Bachinger, GrowWisr

Diese berührenden Worte erinnerten mich an das Projekt der Filmemacherin Klaudia Bachinger, die ich im Impact Hub Vienna kennenlernte. Gemeinsam mit ihrem Team gründete sie das Start-up GrowWisR. Überzeugt, dass Unternehmen von dem Erfahrungsschatz älterer Menschen lernen und profitieren können. Aber auch mit der Leidenschaft, den sogenannten Silver Talents, eine Möglichkeit zu geben, nach ihrer Pensionierung Sinn und Beschäftigung zu finden.

Lena im Oma Garten Erfahrungsschatz
Ich, im Garten der Oma

Seit meiner Kindheit liebe ich die Zeit mit meinen Großeltern; ihre spannenden Erzählungen, die lustigen Anekdoten,  schmerzhafte Erfahrungen, ihre genauen Erinnerungen. Aus diesen Gesprächen nahm ich ganz viel mit, erst jetzt wird mir klar, wie sie meine persönliche Entwicklung beeinflussen.

Wenn wir uns bewusst machen, welchen Erfahrungsschatz die Älteren mit uns teilen können; wenn wir aktiv auf sie zugehen und nach ihrem Wissen fragen, dann schaffen wir es von ihnen zu lernen und das Wissen vor der Schnelllebigkeit und den sich rasant entwickelten neuen Technologien zu schützen.

Lena, Founding Editor

Als Herausgeberin von BASICALLY INNOVATIVE – b_i (www.basicallyinnovative.com) geht es mir darum, den aktuellen Wandel in unserer Arbeitswelt als Chance zu begreifen und die Frage aufzuwerfen, wie wir eigentlich arbeiten wollen. More

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