Wir und die Zukunft der Arbeit – Mit Kersten Kloser-Pitcher

Von Lena Marie Glaser

Lena Marie Glaser befragt Expertinnen der neuen Arbeitswelt, wie sie arbeiten wollen. Mehr dazu Schreibt mir eure Anregungen und Kommentare: lena@basicallyinnovative.com

Kersten Kloser-Pitcher, GfK Kersten Kloser-Pitcher

Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation (GfK) und Gründerin der Plattform Gesprächskultur.

Liebe Kersten, worum geht es bei deiner Arbeit?

Es geht darum eine Gesprächskultur zu gestalten, die uns Menschen gedeihen lässt – sodass wir eine Sprache finden die uns mehr vereint als trennt. Mit mir selbst und mit anderen. Dafür stehe ich und dafür biete ich Räume und Werkzeuge an. Die Basis dafür bietet die Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg.

Wie kannst du durch deine Tätigkeit unsere künftige Arbeitswelt und Gesellschaft verbessern?

Ein essenzieller Schlüssel um Stress zu reduzieren und all die daraus resultierenden Konsequenzen, ist es mit den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen in Kontakt zu sein. Präsenz, Verbindung und Achtsamkeit sind Schlüsselelemente um in der Arbeitswelt und der Welt ganz allgemein klar zu kommen. Die Fähigkeit zu diesem Kern zurückzukehren wenn um uns herum das Chaos, die Überinformation, die Isolation, Einsamkeit, Überforderung und Rohheit tobt, ist überlebenswichtig und ein Schritt in eine friedlichere Zukunft.

Wie bist du zur Gewaltfreien Kommunikation gekommen?

Das eigene Leben ist die beste LehrerIn. Mein klassisches Studium der Unternehmensführung habe ich mit vielen offenen Fragen abgeschlossen. Wie können wir Arbeiten und Wirken ohne uns auszupowern? Wie können wir das tun was in uns brennt und dennoch Geld verdienen? Wie können wir Sinn in dem finden was es zu tun gibt? Wie können wir unsere Selbstwertschätzung nähren in einem Dominanzsystem das „Macht über“ andere suggeriert? Die Gewaltfreie Kommunikation hat mir viele Antworten auf einmal gegeben und viele reifen dahin, je länger ich mit dieser Form der Kommunikation in Verbindung bin.

Warum braucht es deine Arbeit?

 Kersten mit Ehemann

Ich bin überzeugt, dass es Zeit ist aktiv unsere Gesprächskultur zu gestalten. Die Jahre des Polarisierens, des Kategorisierens in „gut“ und „schlecht“, „mag ich“ und „mag ich nicht“ sind vorbei. Wahlen gehen der Reihe nach mit fast 50:50 aus. Es gibt zwei Lager. Es ist an der Zeit, Brücken zu schlagen und sich nicht mehr in elitäre Felder zu retten und von dort zu bewerten. Aufstehen und reden. Muskeltraining im empathischen Zuhören. Mitgefühl ist nicht immer schön. Dafür um so notwendiger.

Danke, Kersten!

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