7 Dinge für mehr Zufriedenheit am Arbeitsplatz

Wie wollen wir arbeiten? (c) Lena Marie Glaser

Ich kenne viele, die unzufrieden sind in ihrem Job – vor allem in Unternehmen und Organisationen. Genervt von dem Absitzen fixer Arbeitszeiten, kontrollierender Chefs, sinnloser Arbeitsaufträge und dem Widerstand neue Wege zu gehen. Sie wollen mitgestalten, Flexibilität, Sinn und Spaß. Was können wir tun, um das zu bekommen?

Von Lena Marie Glaser

Wie schon KPMG in seinem Paper „Meet the Millennials“ klar festhält: „A happier workforce means a more productive workforce. A more productive workforce means more revenue and more revenue means more reward for our employees. Now, which company wouldn’t to sign up for that?“.

Natürlich ist die Wirtschaft und Politik gefragt, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Für Menschen aller Generationen am Arbeitsmarkt. Denn faire und flexible Arbeitsplätze garantieren eine zufriedene Belegschaft, weniger Krankenstände, geringere Kosten für das Recruiting neuer Talente. Das steigert die Produktivität und den wirtschaftlichen Erfolg.

Aber was kann jede und jeder von uns selbst tun? Wie können wir uns einen Arbeitsplatz schaffen, der uns zufriedener und glücklicher macht? Ohne gleich zu kündigen. Und zwar in dem Unternehmen, in dem wir gerade sind.

Aus meiner ganz persönlichen Erfahrung und den vielen Gesprächen, die ich führe, sind 7 Vorschläge entstanden. Damit ihr wieder ohne Bauchweh arbeitet.

Gleich vorab: Die Kultur oder gar Strukturen eines Unternehmens lassen sich so nicht sofort verändern. Aber wenn wir es immer wieder einfordern und zeigen warum es auch für die Organisation und alle Menschen im Unternehmen sinnvoll ist, gestalten wir aktiv unsere Arbeitswelt mit.

Meine 7 Dinge für mehr Zufriedenheit am Arbeitsplatz

#1 Schreibt ein Konzept! Was stört euch eigentlich an eurem Arbeitsplatz? Beginnt diese Dinge zu notieren. Seht es als Problem und überlegt was ihr persönlich tun könnt. Mit einem Aufriss über die Ausgangslage, das Problem, eure Lösungsvorschläge und einem groben Zeitplan macht ihr euch einen Termin mit der Chefin aus oder nutzt das Mitarbeitergespräch.

Mein Tipp: Passt auf! Es kann sein, dass Menschen verärgert sind, weil sie denken, ihr greift sie persönlich an. Denkt das mit und versucht wertschätzend zu kommunizieren. Ihr seid ja keine Bedrohung, sondern wollt euch persönlich einbringen und das Unternehmen mitgestalten.

#2 Setzt euch zusammen! Alle im Team jammern und beklagen dieselben Themen? Dann schlägt doch mal vor, euch Zeit und einen Raum zu nehmen diese Probleme zu sammeln, zu brainstormen und dann gemeinsam konkrete Vorschläge zu erarbeiten. Mein Tipp: Alles gut strukturiert in einem Dokument oder einer Präsentation aufbereiten und der nächsten Teamsitzung oder Unternehmensklausur einbringen.

#3 Nehmt Fortbildungen in Anspruch! Klopft mal bei der Chefin oder HR-Zuständigen an. Oder schaut nach im Intranet: Was bietet eigentlich mein Unternehmen intern an? Recherchiert, fragt nach. Bei den Kolleginnen und Kollegen, im Freundeskreis, in der Familie, im Internet bei Bildungsinstitutionen und Bildungsmessen.

Ich war Meisterin darin, neue Fortbildungen genehmigt zu bekommen. Mein Tipp: Konkrete Bildungsangebote recherchieren (mit Preis, Zeitraum) und für deine Führungskraft eine Begründung parat haben, warum diese Fortbildung für euch und das Unternehmen wichtig ist. So lässt sich auch ein Kurs rechtfertigen, der auf den ersten Blick gar nichts mit deinem Arbeitsplatz zu tun hat.

#4 Bildet ein Sparring-Team! Findet jemanden, mit dem ihr euch strukturiert und regelmäßig über berufliche Themen und persönliche Herausforderungen austauscht. Erfolgsversprechend sind Treffen über Teamgrenzen hinweg. Sparring-Teams kann es geben zwischen Menschen mit unterschiedlicher Erfahrung, aus verschiedenen Generationen oder ähnlichen Lebensumständen (bspw. Alleinerziehende Eltern).

#5 Nehmt Mentoring-Programme in Anspruch! Ich selbst bin/war Mentee in dem Cross-Mentoring Programm der österreichischen Verwaltung und in dem WoMentoring Programm von Club alpha in Kooperation mit der österreichischen Tageszeitung derStandard. Was mir das gebracht hat? Ich habe meine eigenen Stärken erkannt, neue Potentiale entdeckt, von den Erfahrungen anderer gelernt, Feedback bekommen und mein Netzwerk vergrößert.

Wie wollen wir arbeiten? (c) Lena Marie Glaser

#6 Gründet eure eigene Interessensgruppe! Ihr läuft gerne eine Runde in der Früh? Dann fragt andere, ob sie mitkommen wollen. Ihr entspannt gerne beim Yoga? Vielleicht hat ja eine Kollegin eine Yoga-Ausbildung und möchte in der Mittagspause gemeinsam praktizieren. Das bringt euch zusammen – über Abteilungsgrenzen und Altersunterschiede hinweg. Und mehr Leichtigkeit und Spaß im Berufsalltag schadet auch nie.

#7 Vernetzt euch außerhalb eures Unternehmens! Welcher Berufsgruppe gehört ihr an? Wo gibt es bestehende Netzwerke und Veranstaltungen? Das erhört eure Sichtbarkeit, ihr werdet als Expertin oder Experte wahrgenommen, ihr kommt herum und vermutlich steigt dann auch die Zufriedenheit am Arbeitsplatz im eigenen Unternehmen.

Und wenn das alles gar nichts bringt, dann ist es Zeit sich ehrlich der Frage zu stellen: Passe ich eigentlich in diese Unternehmenskultur?

Ich habe irgendwann ganz klar erkannt, ich will anders leben! Ich passe nicht mehr in diese Organisation. Mir hat es geholfen, Coaching in Anspruch zu nehmen, Workshops zu besuchen, inspirierende Bücher zu lesen.

So habe ich begonnen, erste Schritte in die richtige Richtung zu gehen. Und jetzt bin ich lebendiger und kreativer als je zuvor.

Eure Lena

Wie seht ihr das? Welche Vorschläge habt ihr? Schreibt mir, kommentiert diesen Artikel: Lena@basicallyinnovative.com

GUIDE: 10 Dinge für einen erfolgreichen Jobwechsel

Ana Popescu In the Studio basically innovative
(c) Lena Marie Glaser

Von Lena Marie Glaser

Jobwechsel? In Zukunft wird das zur Regel. Manche von uns sind bereits routinierte Jobhopper, für andere ist es eine große Herausforderung. Der Jobwechsel kann sehr unterschiedliche Gründe haben: Manche möchten sich selbst verwirklichen, andere fliehen vor der großen psychischen Belastung am Arbeitsplatz, andere verlieren diesen ungewollt. 

Mit diesem Hands-on Guide möchte ich zeigen, wie wir diese Veränderung für uns persönlich nutzen können. Meine eigenen Erfahrungen und viele Gespräche mit Menschen, die ihren Beruf erfolgreich gewechselt haben sind die Grundlage. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie will ich eigentlich arbeiten?

10 Schritte für den erfolgreichen Jobwechsel

#1 Finde heraus, was dir liegt und was dich wirklich interessiert! Sammle, brainstorme, schreibe dir auf, welche Tätigkeiten dir Spaß machen und besonders leicht gelingen. Versuche kreativ zu sein und dich nicht von der inneren Unsicherheit ablenken zu lassen. Erinnere dich an deine Kindheit, was hat dir Spaß gemacht? Dieses Gedankenexperiment kann helfen: Stelle dir vor, du hast genug Geld, es gibt keinerlei Hindernisse, wie würde dein Alltag dann aussehen, was würdest du machen?

#2 Recherchiere! Verschaffe dir einen guten Überblick über die aktuelle Arbeitsmarktsituation, auf Messen (Universitäten, unisuccess, BeSt), Jobportalen wie derstandard.at, karriere.at, Watchado und dem AMS-Berufskompass. Auch Beratungsstellen wie das UNIPORT-Karriereservice helfen hier. Welche Berufsbilder, welche Branchen davon findest du spannend?

#3 Frage nach! Kennst du jemanden, der einen Beruf hat, den du interessant findest? Nimm einfach Kontakt auf und tauscht euch aus. Frage auch nach den negativen Seiten.

#4 Besuche Workshops und Events! Du weißt schon welchen Bereich du besonders interessant findest? Frage in deinem Netzwerk nach, google, nutze Facebook und abonniere Newsletter von Events und Workshop-Organisatoren. So verpasst du keine Veranstaltung mehr, die vielleicht schon die zündende Idee oder einen nützlichen Kontakt bringt.

#5 Bleibe gelassen! Auch wenn es eine echte Herausforderung ist. Mach dir bewusst, du bist auf einem Weg, der sich auszahlt. Es heißt dran bleiben. Zu viel Druck ist da eher hinderlich. Vertraue dabei auf deine eigenen Stärken.

#6 Such Vertraute, die dich verstehen! Ein Jobwechsel erfordert Mut, da wir die eigene Komfortzone verlassen. Menschen, die dich immer wieder bestärken und unterstützen, sind in dieser Zeit unglaublich wichtig. Meine eigene Erfahrung hat mir gezeigt, dass sich das bisher bekannte Umfeld verändert. Viele verstehen vielleicht nicht, was los ist oder warum ihr nicht den erstbesten Job annehmt. Mit den alten Kolleginnen habt ihr auch keine Ebene mehr. Lasst euch hier nicht verunsichern. Und bleibt offen für neue Begegnungen.

#7 Nimm professionelle Unterstützung in Anspruch! Ich absolvierte Coachings bei Dr. Andrea Tschirf und Mag. Sabine Fabach. Einerseits wurde mir klar, dass mein vermeintlicher Traumjob eine Illusion war. Aber neue Ideen entstanden. Außerdem kann Coaching dabei helfen, die eigenen Ängste zu verstehen und dabei unterstützen, sich persönlich weiterzuentwickeln. Ganz konkrete Tools haben mir immer am besten weitergeholfen.

#8 Bleibe gesund! In dieser anstrengenden Zeit der Veränderung ist es wichtig, auf die eigene Gesundheit zu achten und Achtsamkeit zu trainieren. Ich probierte viel aus: Yin Yoga, Feldenkrais, Laufen, Fitnessstudio, Tanzen. Und nicht darauf vergessen, sich ausgewogen zu ernähren. Gut für die Nerven und die Widerstandsfähigkeit. Mein ganz persönliches Erfolgsrezept könnt ihr hier nachlesen: Link

#9 Höre auf deine innere Stimme! Auch wenn du dich freust endlich einen Job in Aussicht zu haben, nicht jedes Angebot passt zu dir. Achte auf deine innere Stimme: Wie fühlt es sich an, wenn du dir vorstellst dort zu arbeiten?

#10 Ein schöner Ratschlag Es ist wichtig zu SÄEN – nur dann kann Neues entstehen.

Ihr überlegt euren Job zu wechseln, habt bereits gekündigt oder kennt eine Freundin, die ein wenig Orientierung und Inspiration braucht? Ich biete 1:1 Inspiration-Dates an. Hier mehr dazu.

Wie seht ihr das? Welche Vorschläge habt ihr? Schreibt mir, kommentiert diesen Artikel. lena@basicallyinnovative.com

Mein persönliches Rezept für ein achtsameres Leben

Sophie Humer Yoga Lehrerin
(c) Sophie Humer

Von Lena Marie Glaser

Zum Glück gibt es ja unzählige Wege sich zu entspannen: Yoga, Meditation, Atemtechniken, Sport, Schokolade essen. Ich habe vieles ausprobiert, verschiedene Techniken kennengelernt. Dabei war ich immer auf der Suche nach einem Weg, der zu mir passt. Das ist mein ganz persönliches Rezept.

Yin Yoga

Beim Besuch der ersten Yin Yoga Stunde war mir sofort klar: Hier ist etwas anders als bei anderen Yogaklassen. Ausgestattet mit Gegenständen, Matten, Decken, Rollen und Klötzen, streben wir tiefe Entspannung an. Kein schneller Sonnengruß, kein Flow, sondern längeres Verweilen, an die 3-5 Minuten, in dehnenden Positionen. Und so wird sogar diese sanfte Yogaform richtig anstrengend.

Beim Yin Yoga sollen bestimmte Meridiane aktiviert und die Faszien stimuliert werden. Das löst verklebtes Bindegewebe und entspannt Körper als auch Geist. Vor allem wird die Konzentration auf das Hier und Jetzt trainiert – das führt zu nachhaltigen Ergebnissen und Gelassenheit.

Sophie Humer Portrait

Sophie Humer ist eine meiner Lieblingsyogalehrerinnen. Über Sophie

MBSR

MBSR lernte ich in einem Coaching kennen. Besonders wirkungsvoll ist der Bodyscan: Gefühle wie Wut und Frustration werden zunächst an konkreten Körperstellen festgemacht und dann in einigen Schritten mental gelöst.

Hinter MBSR steckt die englische Abkürzung für Mindfulness-Based Stress Reduction, also der Stressbewältigung durch Achtsamkeit. MBSR wurde an der Universitätsklinik von Worcester/Massachusetts (USA) entwickelt.

Üblicherweise wird es in Gruppen innerhalb eines achtwöchigen Programmes vermittelt. Mehr dazu

Gewaltfreie Kommunikation

Zu Beginn des Einführungsseminars von Kersten Kloser-Pitcher hatte ich keine Ahnung, dass ich danach viele Dinge so anders sehen würde. Nun kenne ich den Unterschied zwischen Gefühlen und Bedürfnissen. Ich weiß, dass bestimmte Bedürfnisse nicht nur durch eine einzige Sache erfüllt werden können.

Kersten Kloser-Pitcher Portrait

Ich kann Hintergründe von schwierigen Beziehungen, Gesprächen und Situationen anhand konkreter Fragen analysieren und somit durch bewusste Kommunikation besser meistern. Aber besonders schön war es neue Begriffe kennenzulernen, die meine eigenen Bedürfnisse ausdrücken.

Die Gewaltfreie Kommunikation ist ein Kommunikations- und Konfliktlösungsprozess. In Seminaren lernt jede Teilnehmerin, jeder Teilnehmer in praktischen Übungen Empathie zu sich und anderen Menschen zu entwickeln, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse zu erkennen, auszudrücken und dabei andere nicht anzugreifen. Auch bei der GfK ist die Konzentration auf das Hier und Jetzt zentral.

Mehr dazu

Autogenes Training

Meine Beine werden schwer. Ich bin ganz ruhig. In 15 Minuten bin ich frisch und munter. Meine Armen werden schwer. Ich bin ganz ruhig. In 15 Minuten bin ich frisch und munter….

Durch das Wiederholen von kurzen, prägnanten Sätzen, die je nach gewünschtem Zustand angepasst werden können, schaffe ich es meine Batterien aufzuladen.

Autogenes Training ist eine klassische, effektive Entspannungsmethode. Die Übungen können in Kursen erlernt werden und dauern rund 2-3 Minuten.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

GUIDE: Sinn, Glück oder Geld?


Sinn, Glück oder Geld  – Was ist dir im Job wichtig? #wiewillstduarbeiten

Mit meinem Fragebogen kannst du herausfinden, was dir in deinem Arbeitsleben wichtig ist. Was du dafür brauchst? Eine Tasse Tee oder Kaffee, deinen Lieblingsstift und ein Blatt Papier. Viel Spaß!

Latte @ MUD, Lower Eastside

Die Fragen:

> Woran arbeitest du gerade? Was interessiert dich daran?

> Wie bist du zu diesem Job/dieser Aufgabe gekommen?

> Wo hast du bisher gearbeitet? Was war dir dort wichtig?

> Was hat dich bei dieser beruflichen Entwicklung besonders geprägt?

> Was wolltest du als Kind/Jugendliche werden? Findet sich etwas davon in deinem Job?

> Welche Rolle spielt die Arbeit in deinem Leben? 

> Was macht dich glücklich in deiner Arbeit?

> Was nervt dich an deiner Arbeit?

> Vorausgesetzt du hättest genug Geld und auch sonst keine Beschränkungen, was wäre dein Traumjob?

> Wie muss deine ideale Arbeit organisiert sein? (Arbeitszeit, Regeln, Freiraum – Struktur)

> An welchen Orten arbeitest du (Büro, zu Hause, Co-working space)? Was ist dir dort wichtig? Wie muss der ideale Arbeitsraum gestaltet sein?

> Wie wichtig ist dir die Zusammenarbeit mit anderen? Was braucht es für eine erfolgreiche, erfüllende gemeinsame Arbeit?

> Welche Herausforderungen, Probleme siehst du in der heutigen Arbeitswelt?

> Würdest du trotz finanzieller Absicherung arbeiten? Wie findest du die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens? 

> Wie glaubst du arbeiten wir in den nächsten 20 Jahren? Bist du eher optimistisch oder siehst du schwarz?

> Wo siehst du dich in 5 Jahren?

Viel Spaß beim Beantworten! Ich freue mich über euer Feedback: lena@basicallyinnovative.com