A1 New Work Learning Journey März 2021

Lena beim Basically Innovative x Salon, Jänner 2020 (c)MarlenaKönig

A1 New Work Learning Journey zum Thema „HR Austausch zum Operating Model nach COVID“. Ein Basically Innovative Format von Lena Marie Glaser, Expertin für New Work und Millennials.

Auf Einladung von A1 fand im März 2021 die virtuelle A1 Learning Journey statt. Nach dem Learning Journey-Konzept und Design von Lena Marie Glaser, Expertin für New Work und Gründerin von Basically Innovative, trafen sich führende Managerinnen und Manager der Geschäftsführung, HR und IT aus österreichischen Unternehmen zu einem einzigartigen Peer-Learning über das Operating Model nach COVID.

Im Mittelpunkt stand der vertrauliche Austausch und Netzwerkaufbau über Unternehmensgrenzen und Branchen hinweg. In einem „Safe Space“ wurden Erfahrungen, Best Practices, Learnings und Challenges präsentiert und diskutiert.

Gemeinsam Arbeit neu denken

Nach der interaktiven Vorstellungsrunde gab die New Work Expertin Lena Marie Glaser im Impulsvortrag „New Work Learning Journey: Gemeinsam Arbeit neu denken“, entlang ihrer Forschungsprojekte Antworten darauf, warum wir New Work gerade jetzt so dringend brauchen, wie sich die Arbeitswelt verändert, welche Rolle die Unternehmenskultur dabei spielt und wie die neue Arbeitswelt gestaltet werden kann.

Die Learning Journey startete virtuell im A1 Headquarter in Wien und endete bei einem der teilnehmenden Großunternehmen aus dem Bereich IT/Finanzwesen. Lena Marie Glaser begleitete die Gruppe als Moderatorin. Nacheinander stellten die teilnehmenden Unternehmen ihre Cases vor und standen anschließend in einer Ask-the-expert-Runde ihren Peers für Fragen und Diskussion zur Verfügung.

Die 3 Key Learnings der A1 Learning Journey:

Hybrides Arbeiten ist gekommen um zu bleiben: Büros sind zentral für die emotionale Bindung

Well-being (digital, psychisch, physisch) der Mitarbeitenden im Vordergrund

Interne Kommunikation ist zu adaptieren und auszubauen

Arbeit neu denken beim JOKO 2020 – Workshop über die Zukunft des Journalismus

Der Journalistinnenkongress ist für mich seit einigen Jahren ein Fixpunkt im Kalender. Die Vortragenden geben praxisnahe, spannende Einblicke in ihre Arbeit, neue Forschungserkenntnisse unterstützen die Diskussion und der persönliche Austausch steht im Vordergrund.

Umso mehr freute es mich, dass ich dieses Jahr als Expertin zum Thema Neue Arbeitswelt meine Erfahrungen und Erkenntnisse bei einem Workshop mit Journalistinnen teilen konnte. Als Sparringpartnerin war Lydia Ninz an meiner Seite. Die Geschäftsführerin des Beratungsunternehmens AJOUR unterstützt arbeitslose Journalistinnen beim Wiedereinstieg.

Nach kurzen Impulsen entwickelte sich eine angeregte Diskussion, bei der ganz klar wurde: Die Arbeitserfahrungen vieler Journalistinnen ähneln sich sehr. So hat sich aufgrund der Corona-Krise die Situation gerade für viele Freischreiberinnen drastisch verschlechtert und Berufseinsteigerinnen fällt es aktuell noch schwerer im Journalismus Fuß zu fassen. Außerdem sind die Rahmenbedingungen für Frauen noch immer schlechter als für ihre männlichen Kollegen. Im Home-Office werden sie schneller übersehen, sie besetzen kaum Chefposten und werden oftmals auf ihr Aussehen reduziert.

Trotz Online-Meeting und großer räumlicher Distanz entstand ein wunderbarer Safe Space, in dem wir Mut machten an sich selbst zu glauben. Die Teilnehmerinnen ermunterten aktiv ein Netzwerk und Expertise aufzubauen, und ganz direkt auf ihre Vorbilder zuzugehen – und so dabei sichtbar und erfolgreich zu werden. Wir diskutierten neue Perspektiven und Karrierewege für Journalistinnen: vom UX Design, in dem gerade Kompetenzen von Journalistinnen sehr gefragt sind bis zu neuen Formaten als Einnahmequelle (Newsletter, Podcast, Blog).

Wie immer zeigte sich, wie wichtig aber ein Kulturwandel ist, der von oben getragen wird. Auch in Medienhäusern wird es immer notwendiger werden, den Mitarbeiter*innen auf Augenhöhe zu begegnen, sie selbstbestimmt und im sicheren Rahmen ihre Ideen und Geschichten mit den notwendigen zeitlichen und finanziellen Ressourcen umsetzen zu lassen. Nur so ist gewährleistet, dass der Qualitätsjournalismus überlebt, ein junges Publikum findet und junge Frauen nicht in ihrem Traumjob ausbrennen.

NEW WORK LOVE Meet-up goes virtual

Im Sommer 2020 startete ich im jungen Wiener Café Möbel das monatliche NEW WORK LOVE Meet-up für Vordenker*innen. Das Ziel war es einen Ort zu schaffen, in dem neue Ideen entstehen können und in einem intimen Rahmen Austausch und Vernetzung gefördert werden.

Dee Lockdown machte es notwendig, diesen Austausch in den virtuellen Raum zu verlegen. Auf ZOOM trafen wir uns ab sofort mit einer selbstgekochten Tasse Tee und reflektierten über aktuellen Themen der Arbeitswelt, die uns gerade bewegen.

So sprachen wir beim ersten Mal über die Herausforderungen der Generation Praktikum und über persönliche Tipps und Tricks rund ums Homeoffice.

Diversity, Mentoring & neue Berufe – Salon im Co-working Space Twostay

Lena & Antje Enzi (c)SabrinaLuger

Am 19. Oktober war es soweit. Mein Salon fand auf Einladung von Raphael Mikl, dem Co-Founder von Karma+Pitch im neuen Co-working Space Twostay in Wien statt. Zu Gast bei mir war Antje Enzi, die Mitgründerin von UpLeveled, einem Ausbildungsprogramm (Boot-Camp) für berufliche Umsteiger*innen, die sich zu Programmierer*innen umschulen möchten.

Coronabedingt trafen wir uns im kleinen Rahmen von sieben Personen; so entstand eine angeregte Diskussion, in denen persönliche Erfahrungen und Arbeitskonzepte aus unterschiedlichen Kulturen (Russland, Österreich, Deutschland) einflossen. Zum Schluss sammelten wir die Take-Aways des Abends.

New Work ist für die Unternehmerin, nicht nur aus persönlichen Gründen, ein wichtiges Thema. Denn durch ihre Arbeit lernt Antje Menschen kennen, die aus ihren Arbeitsverhältnissen ausbrechen und einen beruflichen Neustart versuchen wollen. „Das was bei uns im Bootcamp passiert, ist vor allem psychologisch besonders interessant. Es gibt verschiedene Gründe warum Menschen sich bei uns anmelden.“ So sind viele unzufrieden und suchen einen Beruf, der am Arbeitsmarkt gefragt ist und viel Flexibilität ermöglicht.

Antje ist es besonders wichtig, den Kursteilnehmer*innen aufzuzeigen, dass es ok ist, Fehler zu machen, und wie bedeutsam es ist, die eigenen Skills zu erkennen und diese als Stärke zu sehen: „Nachfragen ist okay, du kannst googlen und was nachschlagen, du musst nicht immer alles wissen.“

Müssen wir jetzt alle programmieren lernen? Sie ist überzeugt, dass das nicht erforderlich ist. Vielmehr sollten wir verstehen, wie diese Technologien funktionieren, was dahinter steht. So ist es für Antje auch keine Magie, jede und jeder kann Programmieren lernen.

Mentoring spielt bei Antje wie bei mir eine wichtige Rolle. Antje und ich lernten uns beim Kick-off von WoMentor kennen. Als Mentorin in ihrem Bootcamp ist Antje stets engagiert, ihre Teilnehmer*innen durch Höhen und Tiefen zu begleiten. Das größte Erfolgserlebnis ist es für Antje, wenn sie anschließend an das Bootcamp eine Stelle finden.

Teilnehmer*innen Salon im Twostay

Für das Bootcamp melden sich viele Frauen an, mutige Menschen aus ganz unterschiedlichen Berufs- und Altersgruppen – dem Stereotyp „nerdiger, männlicher Programmierer“ wird so entgegen gewirkt. Für Antje ist das Thema Diversität gerade in technischen Berufen sehr wichtig. Sie ist überzeugt, dass Unternehmer*innen erkennen müssen, dass es viel mehr ist als ein Trend; sondern eine Notwendigkeit für Unternehmen, die erfolgreiche digitale Produkte auf den Markt bringen wollen.

Ein Safe Space für den Austausch

Takeaways Salon Twostay

„Ein magischer Abend ohne Magie zu benötigen. Von der ersten Minute an, wurde über individuelle Erfahrungen aus der Arbeitswelt gesprochen und trotzdem hatte jede Erfahrung in ihrer Aussage etwas gesellschaftlich relevantes für mich. So wurde der Abend von einer durchgehend spannenden Diskussion vorangetrieben, die Lena mit der nötigen Leichtigkeit moderierte. Neben den inspirierenden Insights von Interviewpartnerin Antje (Upleveled),  gab es für mich viel Platz zur Selbstreflexion und zum Erfahrungsaustausch untereinander, was sich jede/r Einzelne von der zukünftigen Arbeitswelt erwartet bzw. erhofft. Kurz und knapp, ich bin beim nächsten Mal gerne wieder dabei.“ Raphael, Co-Founder Karma + Pitch

„Ich schätze Lena und ihr Zukunftslabor basically innovative schon von Beginn an – die aktuellen Auswirkungen der Pandemie auf unsere Arbeitswelten macht diese Art der Auseinandersetzung nur noch wichtiger. Als Impulsgeberin beim basically innovative x Salon im Oktober 2020 hat mich vor allem begeistert, wie Lena es schafft vielen Ideen und Gedanken Raum zu geben und trotzdem konkrete Take-aways für alle TN zu schaffen.“ Antje Enzi, Co-Founderin Upleveled

Meine Reise in die neue Arbeitswelt: Blickfang 2020

Ich bin echt immer beeindruckt, wieviele inspirierende, mutige Kreative und Jungunternehmer*nnen mittlerweile zu meinem Basically Innovative Netzwerk zählen. Bei der Designmesse Blickfang in Wien habe ich heute viele von ihnen getroffen. Wie zum Beispiel Marlies Forenbacher, Architektin und Gründerin von thezoo, Modedesignerin Klara Neuber, Matthias Nocker von VELLO BIKE und Christian Pauzenberger von vielö.

Im Gegensatz zu oft starren Strukturen in Organisationen, sprüht es hier vor Kreativität, Tatendrang und Innovation. Die aktuelle Situation macht es ihnen nicht gerade leicht, doch diese Menschen kämpfen darum, ein erfülltes, kreatives Leben zu führen. Sie entwickeln Produkte, die nachhaltig, mit Stil und Gespür für gesellschaftliche Fragestellungen sind.

Was können wir von Kreativen lernen? Resilienz, Co-creation, Innovationsgeist, „Thinking outside the box“ Mindset. Ihre Arbeitsweisen, ihre Gedanken und unser Austausch helfen mir seit vielen Jahren auf meiner persönlichen Learning Journey von der Juristin im Finanzministerium („alte Arbeitswelt“) zur agilen, kreativen Unternehmerin und Expertin für neue Arbeitswelten.

Die Architektin Marlies Forenbacher hat mit thezoo ein nachhaltiges, kreatives Underware Label für selbstbestimmte Frauen gegründet; ist damit erfolgreich unterwegs in der Vogue Portugal, Kurier Freizeit und wurde heute von ORF Wien Heute gefeatured. Zu unserem Interview

(c)LenaGlaser

Klara Neuber ist junge Modemacherin und gründete ihr Label Klar, das mit natürlichen Materialien arbeitet. Sie kooperiert mit dem Traditionsbetrieb Mühlbauer Hüte aus Wien und wird regelmäßig in Modemagazinen, derstandard bis diePresse Schaufenster gezeigt.

Klara Neuber (c)RafaelaPröll

Der studierte Sozioökonom Matthias Nocker vertritt mit seiner Radbegeisterung seit einem Jahr den Klapprad-Produzenten Vello aus Wien und ist damit sehr erfolgreich. Sowie Christian Pauzenberger, ehemals im öffentlichen Dienst jetzt mit eigenem Bio-Kosmetikunternehmen Vielö unterwegs.

Der Austausch und das Lernen mit ihnen zählt zu den schönsten Momenten in meinem Job.

Meine Reise in die neue Arbeitswelt: Social Entrepreneurship & New Work

Lena bei ihrem basically innivative x Salon im DasPackhaus (c)MarlenaKönig

Diese Woche tauschte ich mich mit Social Entrepreneurship Network Austria Geschäftsführerin Constanze Stockhammer im magdas Social Business Hotel & Café aus, interviewte die amerikanische Soziologin & UX Designerin Elif Alp-Marent, Ph.D. zu ihrem Beruf und ihrer Lebensstory, frühstückte mit der Regisseurin Clara Stern und unterhielten uns über Casting als Recruiting im Film, gutes Leadership, Geschlechterrollen und die nächste Generation. Ich traf die aufstrebende Recruiting Expertin der Wiener Städtischen Michaela Stoiser zum Kaffee. Und sinnierte mit Mathias Lukas, dem Community Manager des neuen Co-working Space in Wien TSH Collab im Instagram-Chat über gutes (Arbeits)Leben und Leadership.

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Wien. Am Mittwoch traf ich Constanze, Geschäftsführerin von SENA, dem österreichischen Netzwerk für Social Entrepreneurship im Social Business MAGDAS Hotel in Wien. Sie hat mir von ihrer Aufgabe erzählt, die sie mit voller Passion vorantreibt, mit einem Elan und einer Begeisterung, die ansteckt. Sie gab Einblicke in Erfolgsgeschichten aus der Welt der Social Businesses: von myAbility bis zu Talentify.

Constanze hat mich gefragt, was ich unter New Work verstehe. Meine Antwort: Für mich geht es um eine neue Haltung, einen neuen Mindset in allen Bereichen unsere Arbeitswelt. Neues Arbeiten heißt nicht, neue Strukturen einführen und hoffen, dass sich dann etwas verändert.

Sondern bewusst die Menschen in der Transformation zu begleiten. Umdenken und Sensibilität ist gefragt; Bewusstsein schaffen, Mut haben, Ängste abbauen und neues Lernen. Sich vernetzen, empowern und Freiräume schaffen für den Austausch auf Augenhöhe.

Ist das Luxus für einige Privilegierte? Das diskutierte ich mit Recruiterin und Arbeitspsychologin Michaela. Wir waren uns einig: Dieses Umdenken ist in allen Bereichen der Arbeitswelt notwendig. Es ist kein Privileg für einige, sondern erforderlich, um die Transformation aktiv mitzugestalten.

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So geht New Work. Das können Unternehmen von uns Millennials lernen.

Gründerin Lena Marie Glaser (c)VilmaPflaum

2017 hat sich mein Leben radikal verändert. Früher bin ich von 9.00 bis 17.00 am Schreibtisch gesessen, habe mit Bauchweh Dienst nach Vorschrift gemacht und mich um 10.00 auf die Mittagspause gefreut. Jetzt lebe ich so, wie es zu mir und meinen Bedürfnissen passt.

Ich bin unterwegs, folge achtsam meiner Intuition, arbeite wann ich Lust habe und entscheide jeden Tag aufs Neue, wo ich arbeiten will. Ich sammle Ideen, erforsche neue Strategien, treffe auf inspirierende Vordenkerinnen und Vordenker. Bin offen für neue Begegnungen und schnelle Veränderungen.

Dabei versuche ich die Balance zu finden, um mich nicht zu überfordern. Denn Grenzen setzt mir hier niemand. Das muss ich schon selber tun. Und das kostet manchmal echt viel Kraft. Dafür ist es hilfreich und notwendig, dass ich mich sehr gut kenne, hochgradig reflektiert bin. Ich setze mich viel mit mir selbst auseinander, mit meinen Bedürfnissen und Wünschen.

Ich habe in der Zwischenzeit unglaublich viele junge, engagierte Leute getroffen, die so wie ich keine Lust mehr auf diese alte Arbeitswelt haben. Genervt vom Dauerstress frustriert gegen Betonwände zu laufen in einer Kultur, die geprägt ist von „So haben wir das immer schon gemacht“. Umgeben von überforderten und ungeeigneten Chefs und starren Strukturen.

Eine repräsentative Umfrage 2016/17 des BMASK zur Häufigkeit von Burnout in Österreich zeigt, dass nur 52 Prozent als gesund zu betrachten sind. Besonders unter 30-jährige sind besonders betroffen. Link

Jeden Tag höre ich Menschen zu, die ihre Arbeit krank gemacht hat, die frustriert und unmotiviert sind. So unterschiedlich die einzelnen Geschichten sind, doch alle eint eine große Unzufriedenheit mit dem Status-Quo. Besonders junge, hoch-qualifizierte Beschäftigte ziehen daraus ihre Konsequenzen.

Parallel Fair 2017, Wien
(c) Glaser

Sie suchen sich Unternehmen, die ihnen Arbeitsbedingungen bieten, die auf ihre Lebensumstände Rücksicht nehmen. Wo sie fair bezahlt werden, viel Autonomie haben und ein wertschätzendes Arbeitsklima spüren. Das können junge Start-ups sein oder zukunftsorientierte Unternehmen, die schon begriffen haben, dass sie etwas ändern müssen.

Auf meinen Forschungsreisen und beim Aufbau meines eigenen Unternehmens treffe ich laufend tolle, visionäre Changemaker, die traditionellen Organisationen den Rücken gekehrt haben. Sie haben beschlossen, sich selbstständig zu machen oder zumindest ihre Arbeitszeit zu reduzieren. Ihrem Traum folgend, selbstbestimmt leben zu wollen.

Lena Glaser (c) Pflaum

Mit einigen dieser wunderbaren Menschen arbeite ich zusammen. Mit Fotografinnen und Designern, mit Projektmanagerinnen und Coaches, mit Architektinnen, Soziologinnen und Ökonomen, mit Lehrerinnen, Start-up Gründern und Developern.

Uns eint eine offene Haltung, Neugierde, Achtsamkeit und Wertschätzung, Respekt. Teamorientierung und Kollaboration stehen im Vordergrund. Projektbezogen arbeiten wir zusammen, in Kollektiven stärken wir uns.

Doch nicht jeder Mensch ist für die Selbstständigkeit geschaffen. Es braucht daher neue Organisationen, die Autonomie anbieten, uns fördern und stärken und absichern. Wo wir mehr sind als kleine Zahnräder in einer großen Maschine. Doch leider drängen viele Arbeitgeber ihre Beschäftigten in Richtung Selbstständigkeit.

Organisationen müssen umdenken, wenn sie Innovation fördern und die besten Leute halten wollen. Arbeit neu denken, auf Augenhöhe treffen ist die Devise. Mehr dazu im Blog

Das geht Schritt für Schritt, mit Pilotprojekten und viel Achtsamkeit. Mit Mut und Austausch auf Augenhöhe, Lernen von Vorreitern und internationalen Beispielen. Die skandinavische Arbeitskultur sehe ich als Inspiration, dort ist die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben Normalität, der wertschätzende Umgang miteinander, viel Selbstverantwortlichkeit. Da macht auch mal der Chef Kaffee für sein ganzes Team. Brandeins Blog

Im schwedischen Unternehmen Sweco gibt es keine Meetings vor 9 und nicht am Abend, Manager sollen früh oder nachts keine eMails schreiben. Es wird erwartet, dass sie ein Leben außerhalb des Büros haben. Viel wird miteinander auf Augenhöhe gesprochen, Transparenz ist zentral, es gibt Karrierepläne und Coaching für den Nachwuchs, deren Ideale und Bedürfnisse werden ernst genommen.

3 Dinge die es braucht: Wertschätzung, Achtsamkeit und Offenheit für neue Zugänge. Dann kommt die Innovation und die besten Talente bleiben.

Bietet mir der potentielle Arbeitgeber meine gewünschten Rahmenbedingungen? Gerade die Jüngeren suchen sich ihre Arbeitgeber gezielt danach aus. Studien belegen das (Shell, Deloitte Millennials Survey, Institut für Jugendkulturforschung). Zum Blog UN Global Compact Expert Paper. Sehen wir das als Chance und nicht als Bedrohung – im Interesse von uns allen.

Die neue Arbeitswelt: So findest du deinen Traumjob

Ana Popescu In the Studio basically innovative

In der neuen Arbeitswelt wechseln wir immer wieder unseren Job. Besonders meine Generation, die Millennials. Wir können es uns gar nicht vorstellen, so wie unsere Eltern, das ganze Leben im selben Unternehmen zu bleiben. So finden wir immer wieder unseren persönlichen Traumjob.

2017 habe ich einen sicheren Job aufgegeben, der mich unglücklich gemacht hat. Ich machte mich auf die Suche nach meinem Traumjob. Auf diesem Weg habe ich vieles gelernt und mit anderen über ihre Erfahrungen gesprochen.

Das sind meine Tips und Erfahrungen, um immer wieder den Traumjob zu finden.

Analysiere dich. Finde deine echten Stärken und wahre Leidenschaft. Wie das bei mir funktioniert hat? Mein Coach hat mir dazu geraten, in mein eigenes Notizbuch zu notieren, was ich seit meiner Kindheit am liebsten gemacht habe. Dann habe ich überlegt, welche Tätigkeiten und Aufgaben mir jetzt am meisten Spaß machen und besonders leicht gelingen. Alles notieren, sammeln, strukturieren.

Mache ein Gedankenexperiment. Stelle dir vor, es ist alles möglich. Du kannst beruflich alles machen, was du willst. Wie würde dein Alltag dann aussehen, was würdest du tun? Das ganze funktioniert bei mir auch besonders gut mit einem weißen Blatt Papier und einem Stift: Einfach drauf los schreiben. Was willst du am allerliebsten beruflich machen?

Recherchiere. Es gibt mittlerweile unzählige Plattformen, die uns Ideen für neue Jobs geben. Bewertungsplattformen wie kununu oder Great Place to Work zeigen, welche Unternehmen sich (zumindest öffentlich) als gute Arbeitgeber auszeichnen. Auf Whatchado findet ihr Videos mit Berufstätigen aus allen Branchen, die ihre persönlichen Erfahrungen teilen.

Frage nach. Kennst du jemanden, der einen Beruf hat, den du interessant findest? Verabredet und tauscht euch aus. Erkundige dich auch nach den negativen Seiten im Alltag.

Besuche Netzwerkveranstaltungen. Wie du die richtigen findest? Frage Bekannte aus der Branche deiner Wahl, abonniere Newsletter von Events und Workshop-Organisatoren, suche online nach Gruppen (zb Facebook, Xing, LinkedIn). So verpasst du keine Veranstaltung mehr, die vielleicht schon die zündende Idee oder einen nützlichen Kontakt bringt.

Lena Glaser (c)VilmaPflaum

Baue deine Personal Brand. In der neuen Arbeitswelt wird es immer wichtiger, sichtbar zu werden mit den eigenen Stärken und Interessen. Nur so kommt der Traumjob zu uns. Artikel der SZ

Für mich war es ein ziemlich großer Sprung: Von der Juristin im öffentlichen Dienst zur Bloggerin über die neue Arbeitswelt und Kommunikationsexpertin. Ich wollte öffentlich so wahrgenommen werden, wie ich bin und nicht was meine Zeugnisse sagen. Mein Blog hat mir sehr dabei geholfen, mich so zu positionieren. Du willst das auch? In Workshops unterstütze ich dich dabei. Schreib mir!

Bleib gelassen. So eine berufliche Veränderung kann manchmal echt anstrengend sein. Du befindest dich auf einem Weg, einem längeren Prozess, der sich aber auszahlt. Es heißt dran bleiben. Vertraue dabei auf deine eigenen Stärken.

Such dir neue Vertraute, die dich verstehen. Meine persönliche Erfahrung war, dass sich das bekannte Umfeld verändert. Viele verstehen nicht, was los ist oder warum ihr euch verändern wollt. Jobwechsel erfordert Mut – wir verlassen die eigene Komfortzone. Menschen, die dich immer wieder bestärken und unterstützen, sind in dieser Zeit unglaublich wichtig.

Hol dir professionelle Unterstützung. Ich persönlich habe unglaublich wertvolle Erkenntnisse in meinen Coachingstunden gewonnen. Mir wurde klar, mein vermeintlicher Traumjob ist eine Illusion. Dadurch sind neue Ideen entstanden. Ich konnte mich weiterentwickeln und hab zu mir gefunden. Bin reflektierter als je zuvor. Weiß was ich will und was nicht.

Höre auf die innere Stimme. Du hast ein tolles Jobangebot, doch irgendwas fühlt sich nicht richtig an? Dann vertraue auf dieses Gefühl. Denn meistens stimmt da etwas nicht. Daher stell dir ganz klar die Frage: Wie fühlt es sich an, wenn du dir vorstellst, dort zu arbeiten?

Wie seht ihr das? Schreibt mir: Lena@basicallyinnovative.com

Die neue Arbeitswelt: Achtsam leben, um etwas zu bewegen

Lena Glaser (c)MarlenaKönig

In der neuen Arbeitswelt von heute ist es wichtiger denn je, zu entschleunigen und achtsam zu leben. Doch raus aus dem Hamsterrad zu kommen, ist gar nicht so einfach. Egal ob im Home-office, Co-working space oder klassisch im Büro. Wie es dennoch gelingen kann.

Stress, Überforderung, ständige Erreichbarkeit. Das kennen die meisten von uns. Vor einigen Jahren habe ich begonnen, bewusster zu leben. Ich nahm meine Bedürfnisse wahr, legte meine Grenzen fest, machte bewusst Pausen und begann mich mit Menschen zu umgeben, die mir gut tun.

Wie ich gelernt habe ein achtsames Leben zu führen und welche Strategien für mich am besten funktionieren? Das habe ich für diesen Artikel zusammengefasst:

Yin Yoga

Beim Besuch der ersten Yin Yoga Stunde war mir sofort klar: Hier ist etwas anders als bei anderen Yogaklassen. Ausgestattet mit Gegenständen, Matten, Decken, Rollen und Klötzen, streben wir tiefe Entspannung an. Kein schneller Sonnengruß, kein Flow, sondern längeres Verweilen, an die 3-5 Minuten, in dehnenden Positionen. Und so wird sogar diese sanfte Yogaform richtig anstrengend.

Beim Yin Yoga sollen bestimmte Meridiane aktiviert und die Faszien stimuliert werden. Das löst verklebtes Bindegewebe und entspannt Körper als auch Geist. Vor allem wird die Konzentration auf das Hier und Jetzt trainiert – das führt zu nachhaltigen Ergebnissen und Gelassenheit.

Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR)

MBSR lernte ich in einer Coachingstunde kennen. Besonders wirkungsvoll ist der Bodyscan: Gefühle wie Wut und Frustration werden zunächst an konkreten Körperstellen festgemacht und dann in einigen Schritten mental gelöst.

Hinter MBSR steckt die englische Abkürzung für Mindfulness-Based Stress Reduction, also der Stressbewältigung durch Achtsamkeit. MBSR wurde an der Universitätsklinik von Worcester/Massachusetts (USA) entwickelt.

Üblicherweise wird es in Gruppen innerhalb eines achtwöchigen Programmes vermittelt. Mehr dazu

Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg

Zu Beginn des Einführungsseminars hatte ich keine Ahnung, dass ich danach viele Dinge so anders sehen würde. Nun kenne ich den Unterschied zwischen Gefühlen und Bedürfnissen. Ich weiß, dass bestimmte Bedürfnisse nicht nur durch eine einzige Sache erfüllt werden können.

Ich kann Hintergründe von schwierigen Beziehungen, Gesprächen und Situationen anhand konkreter Fragen analysieren und somit durch bewusste Kommunikation besser meistern. Aber besonders schön war es neue Begriffe kennenzulernen, die meine eigenen Bedürfnisse ausdrücken.

Die Gewaltfreie Kommunikation ist ein Kommunikations- und Konfliktlösungsprozess. In Seminaren lernt jede Teilnehmerin, jeder Teilnehmer in praktischen Übungen Empathie zu sich und anderen Menschen zu entwickeln, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse zu erkennen, auszudrücken und dabei andere nicht anzugreifen. Auch bei der GfK ist die Konzentration auf das Hier und Jetzt zentral.

Mehr dazu

Autogenes Training

Meine Beine werden schwer. Ich bin ganz ruhig. In 15 Minuten bin ich frisch und munter. Meine Armen werden schwer. Ich bin ganz ruhig. In 15 Minuten bin ich frisch und munter….

Durch das Wiederholen von kurzen, prägnanten Sätzen, die je nach gewünschtem Zustand angepasst werden können, schaffe ich es meine Batterien aufzuladen.

Autogenes Training ist eine klassische, effektive Entspannungsmethode. Die Übungen können in Kursen erlernt werden und dauern rund 2-3 Minuten.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

Welche Strategien habt ihr dem Stress zu entfliehen? Schreibt mir: Lena@basicallyinnovative.com