A1 Telekom x Basically Innovative – New Work Learning Journey

Lena Marie Glaser als Keynote Speakerin (c)König

Mitten in der Corona-Pandemie 2021 fand die A1 Telekom New Work Learning Journey mit dem Titel „HR Austausch zum Operating Model nach COVID“ statt. Im Auftrag von A1 konzipierte und leitete Lena Marie Glaser diese Lernreise für Personalverantwortliche in österreichischen Großunternehmen.

Arbeit neu denken

Nach der Kennenlernrunde startete Lena Marie Glaser die virtuelle Lernreise mit einer Keynote, in der sie Erkenntnisse aus ihren Forschungsprojekten mit praxisnahen New Work Strategien und Handlungsfeldern vorstellte. Anschließend präsentierten die Teilnehmer:innen ihre Initiativen und Projekte und teilten ihre Erfahrungen.

Die Ergebnisse

Am Schluss konnten drei Themen herauskristallisiert werden:

1. Das hybride Arbeiten ist gekommen, um zu bleiben. Büros sind zentral für die emotionale Bindung.

2. Das Well-being (digital, psychisch, physisch) der Mitarbeitenden ist zentral für den Erfolg der Unternehmen.

3. Die interne Kommunikation ist zu adaptieren und auszubauen.

Basically Innovative Salon im Co-working Space Twostay

Lena Marie Glaser (links) & Antje Enzi (c)SabrinaLuger

Der 2. Basically Innovative Salon von Lena Marie Glaser fand auf Einladung von Raphael Mikl, dem Co-Founder von Karma+Pitch im Co-working Space Twostay in Wien statt. Als Gast lud Lena Marie Glaser die Mitgründerin von UpLeveled, Antje Enzi, ein. Sie leitet ein Boot-Camp für Umsteiger:innen, die Developer:innen werden wollen.

New Work ist für die Antje nicht nur aus persönlichen Gründen ein wichtiges Thema. Denn durch ihre Arbeit lernt Antje Menschen kennen, die aus ihren Arbeitsverhältnissen ausbrechen und einen beruflichen Neustart versuchen wollen. „Das was bei uns im Bootcamp passiert, ist vor allem psychologisch besonders interessant. Es gibt verschiedene Gründe warum Menschen sich bei uns anmelden.“ So sind viele unzufrieden und suchen einen Beruf, der am Arbeitsmarkt gefragt ist und viel Flexibilität ermöglicht.

Lena Glaser Future of Work Salon Twostay Wien

Antje ist es besonders wichtig, den Kursteilnehmer:innen aufzuzeigen, dass es ok ist, Fehler zu machen, und wie bedeutsam es ist, die eigenen Skills zu erkennen und diese als Stärke zu sehen: „Nachfragen ist okay, du kannst googlen und was nachschlagen, du musst nicht immer alles wissen.“

Müssen wir jetzt alle programmieren lernen? Sie ist überzeugt, dass das nicht erforderlich ist. Vielmehr sollten wir verstehen, wie diese Technologien funktionieren, was dahinter steht. So ist es für Antje auch keine Magie, jede und jeder kann Programmieren lernen.

Für das Bootcamp melden sich viele Frauen an, mutige Menschen aus ganz unterschiedlichen Berufs- und Altersgruppen – dem Stereotyp „nerdiger, männlicher Programmierer“ wird so entgegen gewirkt. Für Antje ist das Thema Diversität gerade in technischen Berufen sehr wichtig. Sie ist überzeugt, dass Unternehmer:innen erkennen müssen, dass es viel mehr ist als ein Trend; sondern eine Notwendigkeit für Unternehmen, die erfolgreiche digitale Produkte auf den Markt bringen wollen.

Takeaways Salon Twostay

„Ein magischer Abend ohne Magie zu benötigen. Von der ersten Minute an, wurde über individuelle Erfahrungen aus der Arbeitswelt gesprochen und trotzdem hatte jede Erfahrung in ihrer Aussage etwas gesellschaftlich relevantes für mich. So wurde der Abend von einer durchgehend spannenden Diskussion vorangetrieben, die Lena mit der nötigen Leichtigkeit moderierte. Neben den inspirierenden Insights von Interviewpartnerin Antje (Upleveled),  gab es für mich viel Platz zur Selbstreflexion und zum Erfahrungsaustausch untereinander, was sich jede/r Einzelne von der zukünftigen Arbeitswelt erwartet bzw. erhofft. Kurz und knapp, ich bin beim nächsten Mal gerne wieder dabei.“ Raphael, Co-Founder Karma + Pitch

„Ich schätze Lena und ihr Zukunftslabor basically innovative schon von Beginn an – die aktuellen Auswirkungen der Pandemie auf unsere Arbeitswelten macht diese Art der Auseinandersetzung nur noch wichtiger. Als Impulsgeberin beim basically innovative x Salon im Oktober 2020 hat mich vor allem begeistert, wie Lena es schafft vielen Ideen und Gedanken Raum zu geben und trotzdem konkrete Take-aways für alle TN zu schaffen.“ Antje Enzi, Co-Founderin Upleveled

Der NEW WORK LOVE Newsletter ist da!

Mit ihrem NEW WORK LOVE Newsletter erzählt Lena Marie Glaser seit 2020 Mut machende Geschichten, teilt Wissen, Tipps & Tools, nimmt ihre Leser:innen mit auf ihre Lernreisen mit dem Future Lab Basically Innovative. Preis Creatives for Vienna 2020 der Wirtschaftsagentur Wien.

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NEW WORK LOVE Reportage

Wir und die Zukunft der Arbeit – Interviewprojekt

(c) Miriam Mlczoch

Lena Marie Glaser befragte in ihrem Interviewprojekt junge weibliche Expertinnen, wie sie arbeiten wollen.

Die besten Zitate:

Flexibilität und Selbstbestimmung sind für mich extrem wichtig und wertvoll. Ich mag die Abwechslung und die Entscheidung, wann und wo ich mich welchen Inhalten widmen mag.“ Julia Andorfer

Isabel Oost Frauen und die Zukunft der Arbeit
(c) Isabel Oostvogel

„Arbeit bedeutet für mich eine Form der Weiterentwicklung meines Selbst, eine Art der eigenen Entfaltung sowie des Lernens und Umgeben sein von neuen Herausforderungen.“ Isabel Oostvogel

„Kreativ sein, Ideen spinnen, Spaß haben, nach Lösungen suchen, um den Status Quo zu verbessern, immer wieder neue Herausforderungen meistern. Und natürlich auch: ein Einkommen haben.“ Miriam Mlczoch

„Aber auch für Menschen ohne Betreuungspflichten erscheint es mir wichtig, dass Arbeitsverhältnisse so gestaltet sind, dass sie uns ausreichend Energie für andere Dinge im Leben lassen.“ Antonia Wenzl

Wahre Bedeutung zu schaffen anstatt irgendwelchen Zahlen/Euros zu dienen.“ Monika Kletzmayr

„Ich denke, es geht nicht immer um das „Was“, sondern darum, welche Qualitäten von Arbeit einem wichtig sind. Und die kann man dann ganz gratis in das einbauen, was man gerade so macht. Und die meisten Beschränkungen macht man sich sowieso selbst. Mal ganz ehrlich: was hält uns denn WIRKLICH ab?“ Monika Kletzmayr

(c) Miriam Mlczoch

„Meine Arbeit sollte möglichst flexibel organisiert sein. Ich will, dass Arbeit und Familie kompatibel sind. Andererseits wünsche ich mir klare Arbeitsbereiche und -zeiten.“ Miriam Mlczoch

„Arbeit macht mich glücklich, wenn es sich nicht wie anstrengende Arbeit anfühlt, sondern leicht und erfüllend ist, ich in einem Flow-Gefühl schwebe und andere durch mein Tun bereichern und bestärken darf.“ Julia Andorfer

„Vor allem ist mir wichtig, dass ich mich durch meine Arbeit ausdrücken kann, dass ich immer Neues lerne, dass ich in guter Gesellschaft bin, dass ich was Sinnvolles machen kann – genau wie in anderen Bereichen meines Lebens.“ Lena Robinson

„Mein idealer Arbeitsplatz schafft die Möglichkeit, von den Erfahrungen anderer zu lernen und gemeinsam zu wachsen. Er gibt mir die Freiheit, Dinge auszuprobieren, aber stellt mir Inhalte sowie Sparringpartner bereit, die meine Arbeit herausfordern.“ Isabel Oostvogel

„Früher dachte ich, es sei so wichtig, dass jeder seinen Purpose findet und den „richtigen“ Job dazu. Mittlerweile bin ich da gelassener geworden.“ Monika Kletzmayr

„Im Laufe der Jahre habe ich herausgefunden, dass es mir besonders wichtig ist mit Menschen zusammenzuarbeiten, die ähnliche Grundhaltungen haben. Auch ein wertschätzender, kollegialer Umgang und transparente Strukturen sind mir wichtig.“ Antonia Wenzl

Antonia Wenzl, WAFF
(c) Antonia Wenzl

„Ganz egal, was ich mache, ich möchte es mit Freude und Begeisterung tun können, denn das ist der Motor, der mich antreibt Herausforderung anzunehmen und Krisen zu überstehen.“ Julia Fabrick

„Die Unternehmen sollten starten, die eigene Organisation wie die Kundenwelt zu betrachten und auf die Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hören: Wer seine Kunden kennt, der darf sich glücklich schätzen, denn das führt zu Erfolg.“ Isabel Oostvogel

„Flexibilität ist ein ganz wesentlicher Faktor für mich für eine gute Work/Life-Balance und ein Aspekt meiner Selbstständigkeit. Daher bin ich auch ein großer Fan von Jobsharing.“ Julia Andorfer

(c) Julia Andorfer

„Wie können wir Arbeiten und Wirken ohne uns auszupowern? Wie können wir das tun was in uns brennt und dennoch Geld verdienen? Wie können wir Sinn in dem finden was es zu tun gibt?“ Kersten Kloser-Pitcher

„Also momentan brauche ganz viel Freiraum. Ich will mir alles selbst einteilen können und auch Aufgaben und Projekte ablehnen können, wenn ich nicht dahinter bin. Dafür bin ich, glaube ich, extrem committed. Deshalb geht das.“ Lena Robinson

„Mein Traum wäre es, mehr körperlich und vor Ort aktiv zu sein, mich für die Gesellschaft oder Natur einzusetzen und nicht mehr so viel vor dem PC zu sitzen. Ich möchte raus und dort sein, wo Hilfe benötigt, wo etwas umgesetzt, zusammengearbeitet, Mehrwerte geschaffen, Menschen befähigt und in Lösungen gedacht wird.“ Isabel Oostvogel

Zusammenarbeit ist mir am allerwichtigsten. Ich merke, dass mich die Projekte am meisten motivieren in denen eine gute Zusammenarbeit besteht. Ich denke, einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren ist Klarheit und eine gewisse Übereinstimmung über den Sinn und Zweck des gemeinsamen Unterfangens.“ Lena Robinson

Lena Robinson b_i Fragebogen
(c) Lena Robinson

„Ich arbeite derzeit ausschließlich im Büro und weiß diese Abgrenzung vom Privaten sehr zu schätzen. Natürlich bringt es auch Freiheiten mit sich an unterschiedlichen Orten tätig zu sein. Ich tue mir aber ohnehin schwer, die Arbeit im Kopf nicht mit nach Hause zu nehmen. Wenn sie zumindest physisch dort verortet bleibt, wo ich auch arbeite, dann macht es das für mich einfacher.“ Antonia Wenzl

„Menschen arbeiten unterschiedlich und haben in einer Zusammenarbeit auch unterschiedliche Bedürfnisse. Wichtig ist, dass die Kommunikation gut funktioniert und dass es Raum für die Meta-Ebene gibt.“ Lena Robinson

Wichtig ist, dass man in Bewegung bleibt, Neues ausprobiert, hin und wieder eine Lebensklausur einlegt und sich immer wieder fragt, ob man mit seiner Arbeit, mit dem was man tut, glücklich ist. Falls nicht, ist es Zeit für Veränderung – immerhin verbringen wir den Großteil unseres Lebens damit. Ich glaube nichts im Leben ist unmöglich, solange man bereit ist seine Perspektive auch mal zu verändern.“ Julia Fabrick

„Für mich ist es unglaublich bereichernd, dass ich mich täglich mit Menschen austauschen kann, die vor den gleichen Herausforderungen stehen und von denen ich lernen kann. Sehr wertvoll erlebe ich eine möglichst große Diversität in Teams und die Fähigkeit unterschiedliche Sichtweisen und Problemlösungszugänge wertschätzen zu können.“ Antonia Wenzl

Tanzende Roboter in Wien. Der Beginn meiner Reise in die Zukunft der Arbeit

pepper robot MAK Vienna Biennale 2017 future of work
Pepper Robot (Humanizing Technologies), MAK 2017

Tanzende Roboter in Wien. Der Beginn meiner Reise in die Zukunft der Arbeit.

Autorin: Lena Marie Glaser

Süß schaut er irgendwie aus, wie ein Tier oder gar ein Baby und alle wollen ihn angreifen und echt lustig ist er: Pepper Robot, der angeblich fortschrittlichste humanoide Roboter der Welt. Pepper kann Kundinnen und Gäste begrüßen, beim Verkauf unterstützen, Produkte empfehlen oder mit Scherzen und Tanzeinlagen unterhalten. Und so tanzt Pepper bei der Eröffnung der Wiener Biennale für Architektur, Design und Kunst durch die Hallen des MAK. Eigentlich ist Pepper der Star dieser Eröffnung.

Aber diese niedliche Erscheinung machte mir eines klar: Die Zukunft ist da. Wir hören zwar tagtäglich von der Digitalisierung unserer Welt und den damit einhergehenden Veränderungen am Arbeitsplatz; die meisten der heute bestehenden Jobs soll es künftig aufgrund von Digitalisierung, Robotisierung und Automatisierung nicht mehr geben.

Über die Frage, wie wir künftig selbst leben und arbeiten wollen, denken die meisten jedoch leider nicht so nach. So stellt sich doch die Frage: Was passiert, wenn Roboter und Computer unsere Jobs übernehmen? Massenarbeitslosigkeit, genug neue Jobs oder doch einfach mehr Freizeit und Möglichkeiten zur Selbstentfaltung in einem neuen System?

Diese Fragen rumorten in meinem Kopf… ich begann zu recherchieren und meine Ergebnisse in einer Annäherung an das Thema der nächsten Jahre und Jahrzehnte aufzuzeichnen.

Bereits vor über 80 Jahren sagte der britische Ökonom John Maynard Keynes voraus, dass es in der Zukunft hohe Arbeitslosigkeit geben wird, “due to our discovery of means of economising the use of labour outrunning the pace at which we can find new uses for labour” (Keynes, 1933, p. 3 in The future of employment: How susceptible are jobs to computerisation? Freya/Osborne in Technological Forecasting; Social Change).

Heute belegen wirtschaftswissenschaftliche Studien, dass im Jahre 2030 die Hälfte aller heute bestehenden Arbeitsplätze aufgrund von Automatisierung und Digitalisierung nicht mehr existieren werden. Es gibt gar Zukunftsforscherinnen die argumentieren, in der zukünftigen Arbeitswelt werden wir vier oder mehr Jobs benötigen um finanziell abgesichert zu sein (FAZ).

Dagegen argumentiert der deutsche Zukunftsforscher Matthias Horx, Gründer des Zukunftsinstituts. In seinen Fünf Thesen zur Zukunft der Arbeit verweist Horx darauf, dass die Befürchtung, es werde nicht genug Arbeit für alle geben, kein neues Phänomen ist. Er schreibt: „In zyklischen Abständen geht im Reich der Arbeitsdebatte das Gespenst der radikalen Verknappung um.“ Allerdings, so Horx, erzeuge jeder Technologieschub „eine Rekursion, eine Komplexitäts-Kaskade, die zu gesteigerten Nachfragen und ganz neuen Bedürfnissen führt.“

Es werde daher immer genug Arbeit geben. Weiters spricht er von Transformationsprozessen, die den Organismus der Arbeit tief verändert haben und weiter beeinflussen werden. So beispielsweise Flexicurity, die Entwicklung hin zu flexiblen, mobilen Erwerbsformen und flachen Hierarchien wobei Sicherheit mit Mobilität kombiniert wird. Auch verweist der deutsche Zukunftsforscher auf den Megatrend Gender Shift, wodurch auch für Männer flexible Arbeitsmodelle abseits der klassischen 8-Stunden-Woche entstehen.

Bei der Veranstaltung Zukunft jetzt #1: Die Zukunft der Arbeit im Depot (1070 Wien) wurde ich auf die spannende Diskussion rund um das umstrittene Modell des bedingungslosen Grundeinkommens aufmerksam. Philip Kovce, ein junger deutscher Philosoph und Ökonom aus Berlin, aktiv im Think Tank Club of Rome und leidenschaftlicher Verfechter des bedingungslosen Grundeinkommens war Podiumsteilnehmer. In seinem „Manifest zum Grundeinkommen“ (Ecowin Verlag 2017) stellt er die Frage: Was würdest du arbeiten, wenn für dein Einkommen gesorgt wäre? Für ihn ist das bedingungslose Grundeinkommen ein neues Grundrecht. „Es wird in existenzsichernder Höhe, von der Wiege bis zur Bahre, ohne Arbeitspflicht und Bedürftigkeitsprüfung jedem Einzelnen gewährt. Es ist kein zusätzliches, sondern ein grundsätzliches Einkommen.“

Kovce und sein Mitautor Daniel Häni streichen folgende Schlüsselfragen des Grundeinkommens heraus: Was will ich eigentlich tun? Wie will ich tätig sein? Und für wen? Außerdem halten die beiden Autoren fest: „Arbeit ist nicht bloß Erwerbsarbeit. Arbeit ist nicht bloß das, was bezahlt wird. Arbeit ist nicht bloß das, was der Arbeitsmarkt oder die Arbeitsämter diktieren. Arbeit ist die Tätigkeit – das, was ich tue, wenn ich etwas tue. Arbeit ist das, was ich für andere und mit anderen gemeinsam bewege. Arbeit ist Identifikation und Sinnstiftung.“

Tatsächlich interessierten sich vor einigen Jahren lediglich wenige wissenschaftliche Außenseiter für dieses Thema; nun ist die Debatte in der breiten Öffentlichkeit angekommen. In der Schweiz wurde darüber abgestimmt, in Finnland wird es gerade in einem großen Versuch getestet. (Scheinbar) überraschend stark propagiert wird es von Unternehmen des Silicon Valleys wie Facebook – offenbar aus Kalkül. Es wird befürchtet, dass durch das Verschwinden von Arbeitsplätzen, die Armut steigen und sie Kundinnen verlieren würden (FAZ).

Im Juni wurde nun die heurige Biennale für Architektur, Design und Kunst in Wien eröffnet und auch hier wird das spannende Thema der Zukunft der Arbeit, der Robotisierung verhandelt. In den Ausstellungen mit Titeln wie Hello Robot, Artifical Tears, How will we work?, Work it, Feel it wird deutlich, dass hier nicht einfach Innovationen im Bereich der Digitalisierung vorgestellt werden, sondern ein kritischer Blick auf diese Entwicklungen ermöglicht und eine Diskussion angestoßen wird.

Die Zukunft der Arbeit ist ein Thema, das uns als Generation Millenials besonders betrifft. Die Zukunft ist näher als wir denken; auch wenn es den wenigsten so bewusst ist, tragen wir ständig kleine Roboter herum: unsere Smartphones haben zwar keine humanoiden Züge wie Pepper, doch sind sie mittlerweile eine nicht unwesentliche Verlängerung unserer Arme sowie eine Auslagerung unseres Hirns geworden.

Den von uns jetzt angestrebten Traumjob gibt es dann in 30 Jahren vielleicht gar nicht mehr, da ihn ein Roboter oder Computer übernommen hat. Vielleicht schaffen wir es künftig Arbeit mit „Sinnstiftung und Identifikation“ (Kovce/Häni 2017) zu verbinden; vielleicht können wir in der Zukunft nur mehr arbeiten was uns gefällt, da Roboter und Computer die ungeliebten Aufgaben übernehmen und wir in einem neuen Wirtschaftsmodell finanziell absichert sind. Neue Ideen und Perspektiven sind gefragt – vielleicht kann ich mit BASICALLY INNOVATIVE etwas dazu beitragen.